Browserkrieg und Browserwerbung

18 05 2005 Computers & IT
Dass man zum Surfen im Internet nicht nur den Internet Explorer (IE) benutzen kann, ist selbst dem letzten Internet-Surfer bekannt. Es gibt Alternativen, die es dem IE wahrlich schwer machen. Firefox und Opera gehören sicherlich zu den größten Konkurrenten und nicht ohnehin zeigt der Firefox mit mehr als 50 Millionen Downloads wie beliebt er ist. Wie bei vielen Dingen setzte ich als Gewohnheitstier auf Dinge, die weiterentwickelt werden und mich als Benutzer nicht im Stich lassen. Das sieht Firefox auch so.
Während sich Firefox nun immer größerer Beliebheit erfreut und auch Opera mit 1 Millionen Downloads in 4 Tagen prahlt, wacht auch Microsoft langsam auf: IE 7 soll es richten und Microsoft wieder auf die Überholspur am Browsermarkt bringen.
Es wird also spannend und bereits jetzt ist es interessant zu sehen, wie ein wahrer Browserkrieg entflammt. Die Mozilla Foundation pushte ja nicht nur mit ihrer großen Anzeige, sondern auch jetzt mit cleveren Werbespots (die man sich bequem im Browser anschauen kann) ihren Schützling; Operas PR-Gag des badenden Chefentwicklers ist und war auch nicht von schlechten Eltern und irgendwie ist doch jetzt mal wieder Mircosoft dran, oder? In der Tat bekommen die Redmonder langsam kalte Füsse und haben ihre Version 7 bereits für diesen Sommer vorverlegt - zumindest die Beta-Version.

Ich setzte weiter auf den Firefox, mit seinen schlanken Plug-Ins, den fixen Security-Patches, dem Tab-Browsing usw.

Gäbe es den Opera 8 gratis auch ohne Werbeeinblendungen wäre dieser Browser aus Oslo bereits seit Jahren mein absoluter Favorit.

Ich bin kein militanter Microsoft-Gegner, aber ist es bemerkenswert, dass Microsoft so langsam Fehler einräumt und nicht unbedingt behauptet, man bräuchte das Tab-Browsing doch gar nicht:
"Anfangs hatten wir Bedenken wegen der Komplexität und Konsistenz. [...] Ich glaube, dass wir hier anfangs die falsche Entscheidung getroffen haben und dass wir jetzt die richtige treffen."
Man hat also schonmal aus der Vergangenheit gelernt und weiß, dass 640kb doch nicht mehr so ganz ausreichen. :-)



Wiki-Wahlkampf

18 05 2005

Folgender Blog kommt von ix.

Im Blog der NRWSPD wurden heute schwere Vorwürfe erhoben: Letzte Woche seien von zwei IPs aus dem Netzwerk des Deutschen Bundestags Änderungen an den Wikipedia-Artikeln über Peer Steinbrück und Jürgen Rüttgers vorgenommen, in beiden Fällen zum Nachteil des SPD-Kandidaten.

Die Wahlblogger vermuten den oder die Verantwortlichen für die Manipulation zum Nachteil Steinbrücks in den Reihen der CDU, können dies allerdings nicht nachweisen:

So wurde die Auflistung der ehrenamtlichen Tätigkeiten Peer Steinbrücks von dem fleißigen Kanalarbeiter mit der Überschrift “Nebentätigkeiten” versehen und dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten somit unterstellt, er beziehe unerlaubte Nebenverdienste. Im Rüttgers-Artikel wurde dagegen von demselben Bundestags-Maulwurf ein unliebsamer Abschnitt über die umstrittenen Katholizismus-Äußerungen des CDU-Spitzenkandidaten komplett gelöscht. (Quelle: NRWSPD Blog: Der Wikipedia-Wahlkampf Oder: Der Wahrheitsbegriff der CDU

Ohne detaillierte Kenntnisse der Netzwerktopologie des Bundestags und Einblicke in entsprechende Logfiles dürfte der Nachweis der Urheberschaft freilich auch kaum möglich sein. Trotzdem interessant, auf was für Ideen manchen Leute kommen.