27
07
2005
Auf einem Musik-Festival wehen manchmal hunderte von Flaggen - besonders auf dem Zeltplatz, um als Erkennungsmarke dienend einen sogar nüchtern zu seinem eigenen Zelt oder Lager zu lotsen. Doch eine Flagge sollte man wohl auf keinen Fall hissen:

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26
07
2005
Dass der Begriff Friendly Fire sicher kein Synonym
für ein friedliches Lagerfeuer mit Freunden darstellt, ist gerade nach
den Medien-Spekateln des Golf- und Irak-Krieges jedem klar geworden. So wurde
auf Seiten der Amerikaner im Zweiten Weltkrieg 22.000 Opfer des
Friendly Fires verbucht, im Vietnamkrieg 8.000 und im Golfkrieg noch
35. Das sagt auf jeden Fall das Pentagon, und wem kann man nicht mehr
glauben als genau jenem..
Nun, ein Opfer des Friendly Fires
(oder auch hostile-fire genannt, klingt aber viel zu hart, nicht wahr?)
konnte man nun bei den jüngsten Terror Anschlägen in London
verzeichnen. In einem Krieg der neuen Generation. Der "Unsichtbare Feind"
ist der Inbegriff des neuen Krieges. Und he, bei diesen fallenden
Tendenzen der Opfer des FFs (denn "wo gehobelt wird, da fallen Späne")
kann man sich doch mal irren...
Oh weh, viele Dinge machen mir Angst, das geht von Verona Feldbusch
Pooth bis zu Autofahrern, die mir den Radweg zur Arbeit zur
Spießrouten-Fahrt gestalten. Schlimm ist die Tatsache, dass man mit
einem Kopfschuss auf einen Verdächtigen schießt, noch schlimmer, dass
es ein Unschuldiger war. Das macht macht mir auch Angst.
Natürlich macht mir auch dieser Terrorismus Angst, aber viel mehr die
damit verbundene Sicherheitpolitik. Wenn Schily den Geheimdienst mehr mit der Polizei
verknüpfen will, die Polizei mehr mit dem Staat arbeiten soll, dann
geht es langsam auch mich etwas an - dann wird die Wahrscheinlichkeit
größer, selbst auch mal dummerweise in der Schusslinie zu stehen. Bis vor
nicht langer Zeit war ich der Meinung, dass mehr Überwachung mir
mehr Sicherheit brächte - aber ist das nicht alles eine Selbstlüge? Ist
diese Politik nicht ein Zeichen dafür, dass die Politiker diesem
Problem genauso hilflos ausgeliefert sind wie jeder andere auch?
Spätestens wenn in Deutschland eine Bombe hochgeht, wird sich genau das
nämlich bestätigen. Genauso wie es nun in London bittere Wahrheit geworden ist.
Denn je mehr ich versuche meine Angst durch Sicherheitsvorkehrungen und
Überwachung des Staates künstlich zu mindern, umso mehr mache ich mein
Ziel für Terroristen interessanter. Heißt das aber gleichzeitig, dass man durch Ignorieren solcher Anschläge, den Terror bekämpft? Nein, natürlich nicht.
Aber: London hat wohl die höchste Dichte an Überwachungskameras in ganz
Europa - man sagt, dass es quasi unmöglich wäre durch London zu gehen,
ohne nicht stets von mindestens einer Kamera überwacht zu werden.
Es gibt - auch nach knapp 40 Jahren
Videoüberwachung - immer noch keine ernsthaften Studien, die in der
Videoüberwachung des öffentlichen Raumes eine Möglichkeit zur Steigerung der
Sicherheit oder auch nur des Sicherheitsgefühls sehen. Ganz im Gegenteil.
Was bringt es also der Sicherheit? Wenn ich ein Extremist wäre und mich gar
selbst in die Luft sprengte, dann wäre mir sowas entweder egal oder
hätte einen gewissen Reiz.
Ich habe kürzlich wieder den wundervollen Film "Mathilde" (Un long dimanche de fiançailles) gesehen, und dort blieb mir ein Zitat bis jetzt im Kopf, welches dort, bezogen auf den ersten Weltkrieg, auch auf diese heutige Problematik zutrifft - "Gegenangriff ist der schlimmste Angriff".
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22
07
2005
Heute ist der 22.Juli 2005 und mit diesem Tag bin ich 10151 Tage auf dieser Welt. Leider habe ich meinen 10.000ten Lebenstag verpaßt zu feiern.
Aber dafür wird am 8.3.2008 groß gefeiert - denn dann bin ich 11111 Tage auf dieser Welt!
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21
07
2005
Ich blogge in sehr unregelmäßigen Abständen - eben nur dann, wenn ich Lust dazu habe und es etwas gibt, was sich lohnt hier notiert zu werden.
Das mit dem Bloggen mag ja ein Hype sein, für mich ist es zudem aber ein praktisches Tage- und Notizbuch. Dabei stört es mich nicht, dass mittlerweile jeder über jedes bloggen will - und dank der ganzen Gratis-Blogger Portals das ja auch der letzte Dau es schafft (by the way, bloggt Gabi Köster schon?) .
Lange Rede kurzer Sinn: es gibt einen ganzen Haufen von Menschen, die mit einer anderen Philosophie bloggen als ich - und zwar besonders Leute die für Aliens und das Weltall bloggen.
Eine Firma, die MindComet heißt, muss nicht unbedingt Blogs für Außerirdische anbieten. Aber wer Blogs für Außerirdische ins Weltall sendet, kann eigentlich nur so heißen.
Das ist bescheuert und wenn ich sowas lese wie ...
„Wir raten unseren Nutzern dringend, von Sprache oder Inhalten abzusehen, die unsere Alien-Nachbarn provozieren könnten“
... dann frage ich mich, ob diese Leute sich nicht "Krieg der Welten" allzusehr zu Herzen hätten nehmen sollten. Nein, wir werden nicht angegriffen, weil wir zu rüde gebloggt haben.
Liebe Alien-Blogger, das ist nichtmal lustig wenn es als Satire gemeint gewesen wäre. Get a Life.
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