Jan 28

Wer kennt nicht das Fernsehspiel "Geh aufs Ganze", welches ein Ableger der TV-Show "Let's make a deal" aus dem US-amerikanischen Fernsehens ist. Das Grundprinzip des Spiels ist es, dass ein Kandidat von 3 Toren eines wählen soll, um einen Hauptgewinn (z.B. ein Auto) zu gewinnen. Toll.

Hinter zwei der Tore ist eine Niete (ursprünglich eine Ziege), und hinter dem Verbleibenden der Hauptgewinn (das Auto). Wählt der Kandidat im ersten Schritt ein Tor (z.B. Tor A), so öffnet der Moderator im zweiten Schritt ein Tor, hinter welchem sich eine Niete befindet (z.B. Tor C) und fragt dann den Kandidaten, ob er sich nicht noch einmal umentscheiden möchte (nämlich von Tor A auf Tor B zu wechseln).

Im Prinzip, so wird man leicht denken, ist es völlig egal, ob sich der Kandidat nun umentscheidet oder nicht - immerhin sind die "Würfel ja eh gefallen". Aber so ist es eben nicht.

Und da ich es auch nicht besser als in Wikipedia erklären könnte, zitiere ich hier eine sehr elegante Schilderung:

Auch wenn viele Menschen dazu neigen, davon auszugehen, dass es keinen Unterschied zwischen dem Torwechsel oder dem Verharren auf der getroffenen Entscheidung gäbe, ist diese Annahme falsch.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Auto hinter dem zuerst gewählten Tor befindet, beträgt 1/3 und die Wahrscheinlichkeit, dass es hinter einem der anderen beiden steht, 1/3 + 1/3 = 2/3. Wenn nun klar ist, hinter welchem Tor das Auto nicht steht, dieses also die Wahrscheinlichkeit 0 hat, das ausgewählte Tor aber immer noch eine 1/3-Chance hat – siehe weiter unten –, liegt jetzt die 2/3-Wahrscheinlichkeit auf dem nichtgewählten Tor. Bei einem Wechsel verdoppelt der Kandidat also seine Chancen auf das Auto.

Um die Lösung zu verstehen, muss man bedenken, dass die Chance auf dem gewählten Tor von Anfang an nur 1/3 betrug und sich beim Festhalten des Spielers an seiner Wahl auch nicht ändert – unabhängig ob der Showmaster ein Ziegentor öffnet oder nicht –, andererseits beträgt die Wahrscheinlichkeitssumme aller Auswahlmöglichkeiten 1.

Oder anders: In 2/3 aller Fälle hat der Kandidat eine Tür mit einer Ziege ausgewählt. Der Moderator muss auf jeden Fall eine Tür mit einer Ziege öffnen. Das heißt, dass in 2/3 aller Fälle die verbliebene Tür den Preis enthält. Daher ist ein Wechsel stets sinnvoll.

In einem Satz: Kann man durch eigene Wahl nur eine Wahrscheinlichkeit von 1/3 erreichen, verbleiben nach Aufzeigen der Niete die anderen 2/3 beim dritten Tor, welches man wählen sollte.

Ich finde diese Wahrscheinlichkeitsrechnung äußerst interessant und habe auch gleich hier eine Online-Simulation mitgemacht, um zu sehen, wie sich die Wahrscheinlichkeit verteilt. Und tatsächlich führt das Wechseln des Tores zu einer höheren Wahrscheinlichkeit, dass man gewinnt.


Und wer es so richtig mathematisch mag, der kann sich das hier ja mal anschauen.

Geschrieben von Jörn Priebe

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Jan 16
Knapp, aber ich hole beim Google-Fight gegen Google auf!

Geschrieben von Jörn Priebe

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Jan 13
Sicherheit ist etwas, was jeder Mensch in irgendeiner Form anstrebt. Das geht von der Sicherheit über mein Einkommen bis zum militärischen Aufrüstungen vieler Länder, um sich selbst vor anderen Menschen zu schützen.

Zurück zu den Computern, so benutze ich seit vielen Jahren Pretty Good Privacy (PGP) zur Verschlüsselung meiner eMails und seit einiger Zeit ein Tool, um meine gesamten Daten auf dem heimischen PC zu schützen.
"Es gibt keine Sicherheit" wird seit jeher von diversen Fachleuten gepredigt, doch DES (Federal Data Encryption Standard) oder RSA (benannt nach dessen Erfindern Ronald L. Rivest, Adi Shamir und Leonard Adleman) usw. helfen je nach Schlüssellänge doch erheblich, mir zumindest Beruhigung dahingehend zu verschaffen.

Nun gut, Menschen haben sich seit Jahrhunderten ihre Köpfe über die idealste Kryptografie Methodik überlegt und die Tatsache, dass es bis dato nicht gelungen ist, zeigt mir zumindest wie vorsichtig man sein muss, sich in gefährlicher Sicherheit zu wiegen.

Aber ich möchte gar nicht so viel über Kryptografie an sich bloggen, sondern eher über das Tool, welches ich benutze. DriveCrypt von der SecurStar GmbH hat mich bisher überzeugt.

Besonders das "Plus" Packet ist sehr vielversprechend - mit der sogenannten Full Disk Encryption wird das gesamte Filesystem verschlüsselt - im Gegensatz zu Containern oder der VDE Methodik (Virtual disk encryption), bei welcher sich ein Eindringling "druntermogeln" und quasi mithören könnte. Eine 256bit starke AES Verschlüsselung mit PreBoot Authentifikation finde ich zudem sehr sinnvoll.

Wie funktioniert es?
Wenn die Daten von der Festplatte eingelesen werden, entschlüsselt DCPP diese automatisch, befor sie in den Speicher gelangen. Wenn die Daten wieder zurückgeschrieben werden, werden sie automatisch "zurückverschlüsselt". Dieser Vorgang ist komplett nachvollziehbar für den Benutzer oder der Anwendung. Für den User ändert sich somit überhaupt nichts am täglichen Umgang mit seinem Rechner. Weiterhin muss erwähnt werden, dass nur einzelne Sektoren im Bedarfsfall entschlüsselt werden (nicht die ganze Platte). Andere Produkte, die ebenfalls den Begriff "on the fly" Entschlüsselung verwenden, entschlüsseln ganze Dateien, was in jedem Fall ein Sicherheitsrisiko darstellt. DCPP ist smarter und sicherer, weil es nur die benötigten Sektoren entschlüsselt. Somit sind unsichere Daten auf einer DCPP verschlüsselten Partition nicht möglich. (Quelle: SecurStar GmbH)
Auf der Produktseite wird von einem Perfomance-Verlust von 3-20% gesprochen - das ist es mir allemal wert - zudem überlege ich mir einen USB Dongle (zB Alladin) zu kaufen, der von DCPP unterstüzt wird. Damit wären meine Daten grundsätzlich nur dann zugänglich, wenn der Dongle im PC steckt..

Lesetipp zu PGP und Schwachstellen.

Geschrieben von Jörn Priebe

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Jan 9

Ich wollte es schon längst gebloggt haben - aber da bin ich. Schwer zu erkennen wo ich arbeite, oder? :-)











Geschrieben von Jörn Priebe

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