Der (Un)sinn des Flashmobs
18 04 2008Ok, es mag ja vielleicht am Anfang ganz interessant gewesen sein, wenn sich Menschen organisieren, um in einem riesigen, blitzartigen Menschenauflauf an öffentlichen Plätzen aufzutauchen. Flashmobs überrennen nun auch Burgerläden und andere Restaurants, um diese unter der Last der Massenbestellung zusammenbrechen zulassen. Kritik an dem Fastfood-Kapitalismus? Wenn Schweine fliegen können.
Gestern war ich jedensfalls mal wieder in der alten Heimat und las in einem aufgehobenen Zeitungsartikel, dass in dieser Kaff Stadt sich Hunderte von Jugendlichen vor dem McDonalds versammelten, um diesen zusammenbrechen zu lassen. Alle lachen, alle finden es lustig. Klar, ich kenne das ja auch von damalsTM - je unverständlicher und sinnloser gewisse Aktionen den Eltern und andere Erwachsene erscheinen, desto besser.
Spontanmassenversammlungen dieser Art finde ich idiotisch. Während nämlich in diesem Fall McDonalds sich über glänzende Umsätze erfreut, leidet eigentlich nur einer - und zwar die ärmste Sau von allen: die Billiglohnkraft, die schwitzend in der hintersten Ecke und unter Vollstreß tausende von Frikadellen braten muss. Und McDonalds' kostenlose Werbeträger der (Flash)Mob bejubelt seine Aktion als Kritik am System.
Ich weiß, ich weiß - man kann auch gegen alles irgendwie was haben, aber solche Aktionen sind einfach dämlich - und ich bin werde vermutlich einfach alt...
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