Jun 11

Ökostrom. Ökostrom ist an sich doch eine tolle Sache und ich stehe voll dahinter, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln, weil auch ich damit aktiv meinen weiteren Beitrag zum Umweltschutz leisten kann.

Vertrauen. Vertrauen ist ja an sich auch eine tolle Sache. Wenn ein Ökostromanbieter behauptet, er würde mir Ökostrom anbieten, dann glaube ich das - denn sonst würde er ja Atom-Kohle-Ökostrom-Anbieter heißen.

Der Ökostrom-Anbieter Lichtblick sieht diese Grenzen allerdings nicht so genau. Denn Lichtblick hat unter anderem einfach Kohle- und Atomstrom als Ökostrom angeboten. So ähnlich wie mit dem Gammelfleisch - neues Etikett ran, fertig. Nur dass der Verbraucher davon nichts merkt.


Der Ökostrom-Anbieter Lichtblick liefert entgegen der eigenen Werbung auch Atom- und Kohlestrom an seine Kunden. Lichtblick habe auf Nachfrage eingeräumt, Strom am Spotmarkt an der Leipziger Strombörse European Energy Exchange (EEX) einzukaufen, berichtet die «Financial Times Deutschland».

Lichtblick hat nach eigenen Angaben mehr als 400.000 Kunden und erreicht einen Jahresumsatz von 200 Millionen Euro. Nach Darstellung des Unternehmens kann der Zukauf «nicht in "grüner" Qualität erfolgen». 2007 habe Lichtblick 1,53 Prozent des Stroms an der EEX gehandelt. Die konkreten Mengen wollte Lichtblick der Zeitung nicht bestätigen. Die EEX hat den Stromanbieter dem Bericht zufolge aufgefordert, die Hintergründe der Geschäfte offenzulegen. Der Versorger lehne dies jedoch ab und habe deshalb Klage eingereicht.


(Quelle: FTD und yahoo)

Geschrieben von Jörn Priebe

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