In the Valley of Elah
23 07 2008PTSD steht für Post-traumatic Stress Disorder (deutsch: Posttraumatische Belastungsstörung).
Sie entsteht
„als eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde“.
Einem Bericht nach wird PTSD bei jedem vierten Reservisten aus dem Irak-Krieg diagnostiziert.
Wie in diesem Beispiel der Irak-Krieg aus Menschen Soziopathen macht, Emotionen abtötet, ihn foltern läßt und alles verändert wird in dem Film "In the Valley of Elah" thematisiert.
Gestern Abend habe mir diesen Film angeschaut und bin davon sehr angetan. Tommy Lee Jones brilliert in der Rolle eines Vaters, welcher das Schicksal seines nach dem Irak-Krieg wiedergekehrten (und nun verschwundenen) Sohnes hinterleuchten will... und stößt dabei auf ungeahnte Dinge, welche sein Weltbild verändern werden.
Nein, dies ist kein gewöhnlicher Anti-Kriegsfilm. Es liegt auch keine Handlung vor, welche stets mit erhobenem Zeigefinger droht "Krieg ist schlecht!". Und natürlich wäre es viel zu plump, grundsätzlich "den Krieg" für alles Grausame verantwortlich zu machen, was die Menschen anrichten, oder mit ihnen angerichtet wurde.
Auf diesem schmalen Pfad also, zwischen Realität und dem Versuch, diesen blanken Wahnsinn eines Krieges zu verstehen, wandert dieser Film - und das wie ich finde ziemlich präzise.
Ein absolut empfehlenswerter Film - aber nicht für einen lauen Sonntag-Nachmittag... mit einem tollen Ende.
Kategorien : Cineastik
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