Schämen Sie sich, Frau Ypsilanti.

07 03 2008

In Hessen will sich die SPD-Spitzenkandidatin, Frau Ypsilanti, in einer rot-grünen Minderheitsregierung von den Kommunisten tolerieren lassen. Offensichtlich gesteht sie ein, ihr Wahlversprechen zu brechen, welches ja einst gelautet hat, eine Koalition mit der Linkspartei nicht zu tolerieren.

Sie hat ihr Versprechen gebrochen und wird ganz sicher damit baden gehen. Ich lobe die SPD-Abgeordnete Frau Dagmar Metzger, die öffentlich ihre Stimme gegen Andrea Ypsilanti ausgesprochen hat. Das nenne ich, Geschlossenheit der Partei hin oder her, nämlich Courage. Das höchste Gut, nämlich die Stimme des Wählers, derart zugunsten seiner Position, auszunutzen, macht mich wütend. Den Wähler zu betrügen ist das Schlimmste, was ein Politiker machen kann. Eine Frechheit.

Dagegen belächele ich geradezu die politischen Zustände in Hamburg. Wenn ich mich an die Wahlplakate der Grünen erinnere ("Kohle von Beust", "Ohne Ole in die Zukunft"), so scheint auch hier die zukünftige Zusammenarbeit der Grünen mit der CDU blanker Hohn zu sein. Aber immerhin wurden hier (bis jetzt) noch keine Versprechen gebrochen...

UPDATE: Sie scheint meinen Blog gelesen zu haben und gibt auf . ;-)


Georg Schramm

05 02 2008


Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich Georg Schramm für einen der besten deutschen Kabarettisten halte? Ich habe letztens das leider nur einmal im Monat ausgestrahlte "Neues aus der Anstalt" auf ZDF gesehen und habe mich fast weggeschmissen vor Lachen. Die von Urban Priol und Schramm moderierte Sendung hatte diesmal unter anderem Andreas Rebers zu Gast. Jeder von ihnen hat in seiner eigenen, zynischen Art Dampf über aktuelle Themen wie die Wahlen in Hessen oder die Jugendkriminalität in Deutschland abgelassen.

Und zum Ende hin, wenn Schramm sich erst mal so richtig in Rage geredet hat, denke ich: meine Güte, der Mann hat wieder einmal recht. Schramm, spielt unter anderem diesen altpreußischen, verbitterten Rentner Lothar Dombrowski, ganz groß: ihm graue jetzt schon vor 2009 - dem Jahr der Bundestagswahlen - wo er doch bereits jetzt schon bei Vorbeigehen an den ganzen heuchelnden Wahlplakaten der Landtagswahlen kaum die Beherrschung behalten kann.

Da sehe ich, dass er nächste Woche sogar hier in Hamburg und danach in Kiel auftreten wird - gerade in der Woche, wo ich auf Skifahrt in Österreich sein werde. Verdammt. Wie sagt es die Süddeutsche so schön:

 

Am Ende eines Schramm-Abends plagt einem das Gefühl, entweder zu viel, oder an den falschen Stellen gelacht zu haben. Vielleicht hat man vieles aber auch einfach nur zu ernst genommen.



 

 

 

 


Der Bundestrojaner

10 08 2007

Wird er so aussehen?




Gebt 8

05 06 2007
Es ist immer wieder das Gleiche. Es muss immer ein schwarzes Schaf geben, einen Klassenkasper, einer der aus der Reihe tanzt. Das sind in der Zeit der politischen Kontroversen um den G8 Gipfel die gewaltbereiten Autonomen, denen der Hintergrund der Demonstration im Grunde natürlich egal ist und nur ein geeigneter Deckmantel ist.

Es geht hier nur um Gewalt.

Um dummes Kämpfen gegen die Polizei, welche sie "terrorisiert".



Demonstration (von lat.: demonstrare, zeigen, hinweisen, nachweisen, Kurzform: Demo) ist eine in der Öffentlichkeit stattfindende Versammlung mehrerer Personen zum Zwecke der Meinungsäußerung. Ich denke, dass wir alle durchaus fähig sein sollten, dies verbal irgendwie hinzubekommen.

Was nun aber wiedereinmal in Rostock passiert ist, zeigt eben deutlich, dass es viele dumme Menschen gibt, die diese Tatsache nicht verstanden haben.

UND es zeigt etwas anderes: Dass ein solch hohes Aufgebot an Polizei, Wasserwerfern und Verteidigung eben keine Provokation, sondern bittere Realität ist.
(Soviel zu dem klaren Realitätsverlust mancher Politiker, nicht wahr, Frau Baba?)
Die Frage ist und bleibt - wie geht man mit solchen gewaltbereiten Verbrechern um, die ja quasi doppelten Schaden anrichten - Sachschaden und die eigentliche die Sache an sich: eine konstruktive Demonstration friedlicher Menschen.
Ich kann nur allzugut nachvollziehen, wie fassungslos friedliche Globalisierungsgegner dem Treiben zuschauen mußten und ihre langfristig geplante Demonstration im Trommelwirbel eines "Schwarzen Blocks" zerinnen sahen.